Ratgeber · Kosten
Hausgeld steigt und steigt? Wo Ihre WEG sparen kann – und wo Sparen teuer wird
Energie, Versicherungen, Handwerker – fast alles ist in den letzten Jahren teurer geworden, und mit jedem Wirtschaftsplan steigt das Hausgeld. Ganz aufhalten lässt sich das nicht. Aber es gibt Posten, bei denen eine Gemeinschaft gezielt ansetzen kann. Und es gibt Posten, bei denen der günstigste Anbieter am Ende die teuerste Lösung ist.
Die Hausgeld-Ampel
Wo Ihre Gemeinschaft ansetzen kann – und wo nicht.
- ✓Gas, Heizöl, Allgemeinstrom
- ✓Versicherungen
- ✓Bankkonto und Kontoführung
- ✓Wartungs- und Messdienstverträge
- ✓Verbrauch: Licht, Pumpe, Müll
- ≈Hausmeister
- ≈Treppenhausreinigung
- ≈Verwaltervergütung
- ✕Der billigste Handwerker
- ✕Erhaltungsrücklage kürzen
- ✕Instandhaltung aufschieben
Woraus Ihr Hausgeld besteht
Das Hausgeld deckt zwei Dinge: die laufenden Kosten des Gebäudes – Heizenergie, Wasser, Müll, Versicherungen, Hausmeister, Reinigung, Wartung, Allgemeinstrom, Verwaltung, Kontoführung – und die Zuführung zur Erhaltungsrücklage. Wie sich das im Einzelnen zusammensetzt, erklärt der Beitrag Hausgeld einfach erklärt. Für das Sparen heißt das: Nicht jeder Posten verhält sich gleich.
Grün: Hier lohnt der Vergleich immer
Energie – der größte Brocken
Heizenergie ist in den meisten Gemeinschaften der größte Einzelposten. Gas oder Heizöl sind ein einheitliches Produkt: Die Wärme aus dem günstig eingekauften Gas ist genauso warm wie die aus dem teuren. Hier gibt es keinen Grund, mehr zu zahlen als nötig. Entscheidend sind Einkaufszeitpunkt, Laufzeit und Kündigungsfristen. Wir arbeiten dafür mit unserem Energiemakler Contigo zusammen, der Angebote vergleicht und Vertragslaufzeiten im Blick behält. Das gilt genauso für den Allgemeinstrom für Treppenhaus, Keller und Heizungspumpe.
Versicherungen
Die Prämien der Wohngebäudeversicherung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Regelmäßig prüfen lohnt sich – aber nicht nur der Preis zählt. Selbstbehalt, Leitungswasser- und Elementarschäden und die Bedingungen im Schadenfall sind mindestens so wichtig. Unser Versicherungsmakler EASE vergleicht beides. Und: Wer Leitungswasserschäden durch regelmäßige Begehungen und Wartung vermeidet, verbessert langfristig die eigene Schadenquote – und damit die Prämie.
Bankkonto und Kontoführung
Ein kleiner Posten, aber er fällt jedes Jahr an: Kontoführungsgebühren und Buchungsposten für das Hausgeldkonto. Hier lohnt der Vergleich, denn das Konto der Gemeinschaft muss vor allem sicher und gut zu führen sein – teurer muss es dafür nicht sein. Auch die Erhaltungsrücklage sollte sicher, aber nicht zinslos liegen.
Wartungs- und Messdienstverträge
Aufzug, Heizung, Rauchwarnmelder, Heizkostenverteiler: Viele Verträge laufen seit Jahren unverändert weiter. Bis Ende 2026 müssen Erfassungsgeräte fernablesbar sein – ein guter Anlass, Leistungen und Konditionen des Messdienstes neu zu vergleichen. Mehr dazu im Beitrag Heizkostenabrechnung in der WEG.
Verbrauch: Licht, Pumpe, Müll
LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern im Treppenhaus, eine moderne Heizungspumpe, ein hydraulischer Abgleich und Mülltonnen in der Größe, die tatsächlich gebraucht wird: Jede Maßnahme für sich ist klein. Zusammen und über Jahre machen sie einen spürbaren Unterschied.
Gelb: Prüfen, aber mit Augenmaß
Hausmeister, Treppenhausreinigung und auch die Verwaltervergütung darf und sollte man vergleichen – aber immer auf Grundlage derselben Leistung. Ein Hausmeisterangebot ohne Leistungsverzeichnis ist nicht vergleichbar: Wie oft wird gereinigt, wer kümmert sich um den Winterdienst, wer schaut nach Dach und Rinne? Wie Sie Verwaltungsangebote fair vergleichen, steht im Beitrag Was kostet eine Hausverwaltung?
Rot: Hier wird Sparen teuer
Der billigste Handwerker
Das niedrigste Angebot ist oft nur am Anfang das niedrigste. Nachträge, Mängel, lange Wartezeiten und eine Firma, die bei der Gewährleistung nicht mehr erreichbar ist, kosten die Gemeinschaft am Ende mehr. Bei größeren Maßnahmen holen wir deshalb mehrere Angebote auf derselben Grundlage ein und achten auf Qualität, Erreichbarkeit und Erfahrung – nicht nur auf die letzte Zeile.
Der billigste Hausmeister
Ein Hausmeister, der seltener kommt, sieht weniger. Eine verstopfte Dachrinne, die niemand bemerkt, wird zum Wasserschaden. Der Wasserschaden geht an die Versicherung. Und die Versicherung erhöht die Prämie. So wird aus einer Ersparnis schnell ein Verlust.
Die Erhaltungsrücklage
Wer die Zuführung zur Rücklage kürzt, senkt das Hausgeld sofort – und zahlt später drauf. Steht dann eine Dach- oder Heizungssanierung an, fehlt das Geld, und es droht eine Sonderumlage. Wie hoch die Rücklage sein sollte, lesen Sie im Beitrag Erhaltungsrücklage: Wie hoch sollte sie sein?
Aufgeschobene Instandhaltung
Ein kleiner Riss, eine undichte Stelle, ein loser Ziegel: Wer abwartet, spart heute und zahlt morgen ein Vielfaches. Deshalb begehen wir die Objekte regelmäßig mit iPad und Drohne und dokumentieren, was ansteht – damit die Gemeinschaft rechtzeitig und in Ruhe entscheiden kann.
So gehen wir vor: von klein nach groß
- Kontoführung: Konditionen des Hausgeldkontos prüfen.
- Versicherungen: Prämie und Bedingungen mit unserem Makler vergleichen.
- Wartung und Messdienst: Laufzeiten, Leistungen und Preise prüfen.
- Energie: Gas, Heizöl und Allgemeinstrom zum richtigen Zeitpunkt einkaufen.
- Instandhaltung: vorausschauend planen, statt teuer zu reparieren.
Jetzt Ihre Hausgeld-Ampel ermitteln →
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
Kurz gefragt
Warum steigt das Hausgeld fast jedes Jahr?
Die größten Treiber sind Energie, Versicherungsprämien und Handwerkerlöhne. Dazu kommt der CO2-Preis auf Gas und Heizöl, der seit 2021 schrittweise steigt. Und viele ältere Gebäude brauchen eine höhere Erhaltungsrücklage, weil größere Maßnahmen anstehen.
Kann die Verwaltung das Hausgeld einfach erhöhen?
Nein. Die Vorschüsse beschließt die Gemeinschaft in der Eigentümerversammlung auf Grundlage des Wirtschaftsplans (§ 28 Abs. 1 WEG). Die Verwaltung bereitet den Plan vor und erklärt, warum sich Positionen verändern.
Lohnt sich für eine WEG ein Wechsel des Gasversorgers?
Häufig ja – vor allem, wenn die Gemeinschaft noch in der Grundversorgung oder in einem teuren Altvertrag ist. Entscheidend sind Laufzeit, Kündigungsfrist und der Zeitpunkt des Einkaufs. Bei Fernwärme ist ein Wechsel meist nicht möglich.
Darf die Erhaltungsrücklage gesenkt werden, um das Hausgeld zu senken?
Die Gemeinschaft kann das beschließen. Kurzfristig sinkt dann das Hausgeld, langfristig steigt das Risiko einer Sonderumlage, wenn eine größere Maßnahme ansteht. Wir raten davon in aller Regel ab.
Fragen zu Ihrem Objekt?
Schreiben Sie uns – wir antworten persönlich und sagen Ihnen offen, wie wir Ihre Gemeinschaft unterstützen können.
„Christoph Olschewski ist ein kompetenter, zuverlässiger und sympathischer Hausverwalter. Er ist lösungsorientiert und verfügt über ein gutes Handwerkernetzwerk.“
„Persönliche, sehr freundliche und kompetente Betreuung. Klare Struktur & transparente Abläufe.“
„… sehr gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ich bin sehr zufrieden mit der Hausverwaltung Olschewski.“
Zertifizierte Verwalter nach § 26a WEG · Mitglied im VDIV Baden-Württemberg · Erlaubnis nach § 34c GewO
Lieber direkt per E-Mail? info@hausverwaltung-olschewski.de
Hausverwaltung vor Ort: Göppingen · Süßen · Salach · Donzdorf · Eislingen · Uhingen · Albershausen · Eschenbach · Heiningen · Gingen · Geislingen · Böhmenkirch · Rechberghausen · Ebersbach · Kuchen · Bad Überkingen · Deggingen · Wäschenbeuren
